Am Absolvententag haben die Studierenden der ZHAW die Möglichkeit, mit Vertretern von über 130 Unternehmen in Kontakt zu treten. Wie man dabei die nötige Grundlage für einen Job nach dem Studium legt, weiss Ronny Hoffman, ehemaliger Maschinentechnik-Student an der ZHAW School of Engineering. Er hat so seine Stelle als System-Ingenieur bei der Zühlke Engineering AG gefunden.

Ronny Hoffman trat am Absolvententag 2018 erstmals in Kontakt mit seinem heutigen Arbeitgeber, der Zühlke Engineering AG. Bildurheber: Ronny Hoffmann

Wie bist du an diesen Job gekommen?
Ich hatte diese Firma bereits während dem Studium auf dem Radar. Für den Absolvententag habe ich mir eine Liste von Unternehmen zusammengestellt, die für mich interessant wären. Meine Liste habe ich dann abgearbeitet. Bei Zühlke hatte ich auch gestoppt und man sagte mir, dass in meinem Bereich momentan Praktika offen wären. Wieso nicht, dachte ich mir. Aber als ich mich nach längerer Zeit definitiv bewerben wollte, war das Praktikum bereits weg. Jedoch sah ich, dass ein Job als System-Ingenieur ausgeschrieben war, auf den ich mich dann beworben hatte. Alles ging Schlag auf Schlag und ich bekam die Stelle.

Am Absolvententag hast du also das nötige Networking betrieben?
Ja genau, ich habe mich dort auf einer Talentplattform einschreiben können, denn oftmals haben die Unternehmen nicht gerade alle Jobs bereit. Sie möchten die Studierenden aber in ihr System aufnehmen. Somit wusste Zühlke bereits, wer ich bin.

Wie bist du mit den Vertretern von Zühlke ins Gespräch gekommen?
Ganz einfach, ich bin hingegangen und fragte, ob sie Maschinenbauer suchen. Ich habe genauer nachgefragt, was sie alles machen. Konkrete Fragen habe ich keine vorbereitet. Es war bei vielen Ständen so, dass man einfach mal fragte, ob sie Leute suchen oder vorhaben, in den nächsten Jahren zu wachsen. Man sollte auf jeden Fall proaktiv sein.

Wie hast du dich auf die Messe vorbereitet?
Ich bin die Messebroschüre durchgegangen und habe geschaut, wer sich überhaupt für meinen Studiengang interessiert. Ich wusste, ich wollte in die Produktentwicklung. Auf meiner Liste habe ich Prioritäten markiert, damit ich wusste, wo ich anfangen wollte. Bei der einen oder anderen Firma habe ich noch auf die Webseite geschaut.

Worauf sollte man sich bei der Klei­ derwahl achten?
Ich bin hingegangen, so wie ich in die Schule gehen würde: Ein Hemd und saubere Turnschuhe. Es ist zwar branchenabhängig, aber als Ingenieur ist man nicht unbedingt in Schale unterwegs. Ich denke, wenn du so auftrittst, wie du dann mal zur Arbeit gehen wirst, ist das am authentischsten. Man sollte sich auf jeden Fall wohlfühlen, das strahlt man dann auch aus.

Wie kann man unter so vielen Studierenden an der Messe heraus­ stechen?
Wenn man dich fragt, was du machen möchtest, solltest du eine konkrete Antwort geben können. Generell lohnt es sich, Fragen zu stellen, damit die Unternehmen merken, dass du wirklich interessiert bist und nicht nur Stand um Stand abklapperst und Schoggi mitnimmst. So sind sie eher gewillt, dass du dich in den Talent-Pool einschreiben kannst.

Gibt es Dont’s?
Es kommt schlecht an, wenn man nach dem Lohn fragt. Das ist etwas für ein Bewerbungsgespräch. Es gibt Lohnbänder, nach denen man fragen kann, aber genaue Lohnfragen sollte man nicht stellen. Ansonsten kann man nicht viel falsch machen.

Gibt es noch etwas, das du Studieren­ den mitgeben möchtest?
Es lohnt sich, auch Unternehmen anzuschauen, die man vorher noch nicht kannte. Mir ging es ähnlich: Die Zühlke macht mehrheitlich IT-Projekte, hat aber auch Jobs für Maschinen- und System-Techniker. Ich denke, man kann unerwartet viele spannende Jobs finden. Auch Startups bieten super Möglichkeiten.

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Bildurheber: Absolvententag ZHAW